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— Die konkrete Hilfe ist angelaufen.
— Dank der Spenden kann sofort geholfen werden.
— Wir bereiten uns auf Langzeit-Aufgaben vor.
— So groß die Katastrophe war, so groß ist die
Hoffnung, dass die Spenden gezielt den Menschen helfen werden.
Viele, aber eben
nicht alle Häuser, die durch die CDH errichtet wurden, sind an der Küste
zerstört. Einige sind, es grenzt an ein Wunder, verschont geblieben.
Freilich sind mindestens vier Bewohner in anderen CDH-gesponserten Häusern
ums Leben gekommen.
Weiter im
Landesinneren liegende Objekte und Projekte sind verschont. Auf sie kommt
nun eine große Last zu, gleichsam "einzuspringen" oder ihre Kapazitäten zu
erhöhen. Doch dies wird gelingen, die Vorbereitungen sind in vollem Gange.
Schnelle Hilfe
Dank der
überwältigenden Spendenbereitschaft konnten eine Woche nach der Katastrophe
bereits erste Maßnahmen geplant bzw. eingeleitet werden. Durch das schnell
verfügbare Spendengeld sind Wiederaufbauarbeiten nun auf dem Wege. Die
Spenden bewirken, die Wartezeit und die Zeit der lähmenden
Perspektivlosigkeit deutlich zu verkürzen. Die Spender haben damit mehr als
nur "geholfen", sie werden manches Leben und Existenz konkret retten. Und
zusätzlich vielen Menschen helfen, die Rehabilitierung in Unglücks-
und Krankheitsfällen schnell anzugehen. Die Hilfe greift. Der Silberstreif
am Horizont ist fassbar.
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Zur Spenden- und Aufbausituation
Es
macht keinen Sinn, Lebensmittel oder Kleidung nach Sri Lanka zu fliegen. Es
ist jedoch wichtig, dies vor Ort zu beschaffen. Nur so erhalten die Menschen
das, was sie gewohnt sind und man hilft, die Infrastruktur und Wirtschaft
des Landes wieder anzuschieben. Außerdem sind die Transportmöglichkeiten
nach Sri Lanka begrenzt und teils kompliziert. Was jedoch dringend benötigt
wird, sind technisches Gerät und Aggregate sowie Spezialmaschine oder
Werkzeuge für spezifische Aufgaben.
Niemand
darf europäisches Tempo erwarten. Die Mentalitätsunterschiede sind ein Fakt,
der zu respektieren ist. Und: es gibt durchaus gravierende Unterschiede in
dem, was wir aus europäischer Sicht als primär ansehen und dem, was für die
Betroffenen nun wirklich wichtig ist. Wir müssen uns immer wieder klar
machen: wir sind Helfer, Freunde, wir können Ratschläge geben, Anstöße, die
Mithilfe anbieten. Wir sind keine dogmatischen Weltverbesserer. Hilfe
beginnt mit Respekt.
Geduld,
Ausdauer, "langer Atem" sind wichtiger als jegliches "Heldentum" durch
spektakuläre Hauruck-Aktionen. Die Menschen sind gewohnt, dass alles einen
für unsere Verhältnisse eher ruhigen Gang geht. Kleine, sichtbare Schritte
sind besser als erschreckende Brachial-Veränderungen.
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Unser Programm / unsere Planung für das Jahr 2005 umfasst vier Schwerpunkte:
1. das "Dach über dem Kopf",
2. Arbeit und Einkommen finden
und schaffen,
3. Lernmöglichkeiten der Kinder
sicherstellen, einschließlich Übergang in Berufe / Arbeit,
4. Beseitigung, Linderung, Umgang
mit körperlichen, seelischen und mentalen Behinderungen oder
Schäden/ Verletzungen; therapeutische Maßnahmen, Anleitung und Hilfe zu selbstbestimmtem Leben mit Behinderungen; dies speziell für Kinder und
Jugendliche |
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Hausbau

Für uns vielleicht bescheiden
anmutende Häuser, und doch ein Palast für Familien, die vorher im Nichts
wohnten. "My home is my castle": Schutz, Geborgenheit, Zuhause, Familie,
Gemeinschaft. Solche Häuser sollen wieder auf- und
neu gebaut werden. In größerer Zahl.
Existenzgründung

Sri Lanka wird in Urlaubsprospekten gern als die
zeitlos-traumhafte Insel dargestellt. Die Realität ist längst eine andere: Zukunft hat, wer in zukunftssicheren Berufen
beschäftigt werden kann. Und deshalb sind unsere
Existenzgründungsprojekte nicht nur auf tradierte Berufe fixiert, sondern
auch auf Zukunft programmiert.
Schule, Ausbildung

Das Schulwesen in Sri Lanka ist prinzipiell nicht schlecht ausgebaut.
Allerdings: Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen, etwa solche, die
nicht oder schlecht gehen, hören, sehen können, Kinder nomadisierender
Familien (Arme, die keine Wohnung finden, kein Geld oder nicht die mentalen
Fähigkeiten haben, ein landestypisches Zuhause zu bauen) bleiben vom Schulbesuch
ausgeschlossen. Sie verpassen in den wichtigen jungen Jahren, systematisch
Wissen und Erfahrung aufzubauen. Deshalb ist
Sunflower-Village von Anfang an als Internat ausgelegt gewesen, um solchen
Kindern die Schulteilnahme zu ermöglichen. Und andere
Schulprojekte unterstützen wir ebenfalls, dort, wo Fachleute die
Bildungsinfrastruktur entscheidend zu verbessern helfen.
Rehabilitierung

Bloß nicht wieder
diese Metapher: Fröhlich trotz Behinderung. Genau umgekehrt: Fröhlich wie
normal. Das ist das Ziel medizinisch-therapeutischer Hilfen, der
Rehabilitation junger Menschen mit körperlichen Anomalien, Verletzungen, mit
Amputationen, Seh- und Hörstörungen, anderen Malästen. Wenn schon die Kinder
und Jugendlichen, später die Erwachsenen nicht ihr Handicap loswerden, so
soll es sie doch so wenig beeinträchtigen wie möglich. Und dazu gehört vor allem, so früh wie möglich auf den Ausgleich und den
Umgang mit der individuellen Problematik geschult und trainiert zu werden.
Wir fürchten, dass viele Kinder durch die Flut und ihre Folgen nun betroffen
sind - beispielsweise durch Amputationen, Knochenbrüche, Organschädigungen.

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Hausbau umfasst den Wiederaufbau
zerstörter Häuser und Neubau im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten
einschließlich noch anzustrebender Co-Finanzierung mit staatlichen Mitteln. Häuserbau hilft den Obdachlosen, die Basis für
Erwerbstätigkeit und soziale (Wieder-) Eingliederung zu finden. Ein
einzelnes Haus für eine Familie samt landestypischer Einrichtung kostet ca.
2.000 Euro. (Nachtrag: inzwischen haben die Preise drastisch angezogen.
So makaber es auch ist, die "Baukonkonjunktur" fordert ihren Preis; zur Zeit
belaufen sich Baukosten für Häuser auf ca. 6.000 Euro. Leider)
Existenzgründungen: wir helfen, sich ein dauerhaft verlässliches
Einkommen zu schaffen. Im Rahmen landestypischer und tradierter "small
businesses" oder selbständiger Arbeit (Beispiel: Fischer, Kleinfarmer) oder
im Zusammenschluss zu Werkstätten und Kooperativen. Es ist aber auch eine
Möglichkeit, Wissen und Bildung vorausgesetzt, in "moderne" Berufe und
selbständige Existenzen zu investieren, beispielsweise im Bereich IT/Kommunikation. Wir sind offen für alle Möglichkeiten, die sich
ergeben und bieten.
Schule und (Berufs-) Ausbildung sind Schlüsselfaktoren. Auch Sri
Lanka steht im globalen Wettbewerb. Wenn Bildung und Knowhow, Wissen und
Leistungskraft gerade der jungen Generation zurückfallen, zementieren sich
Armut und Probleme. Eltern, selbst oft Analphabeten oder bettelarm, verletzt
oder verzweifelt, sind teils mit der Aufgabe überfordert, ihren Kindern eine
gute Schul- und Berufsausbildung zukommen zu lassen.
Gerade in der Kombination Wohnen + Schule/Ausbildung sehen wir die
phantastische Möglichkeit, Menschen so zu fördern, wie es humanitär
angemessen ist.
Rehabilitierung von jungen Menschen mit körperlichen Behinderungen
ist eine langfristige, äußerst "lohnende" Aufgabe. Denn mit den europäischen
Möglichkeiten, von Krankengymnastik bis zu allen Arten von Hilfsmitteln
(Hörgeräte, Brillen, Gliedprothesen, Rollstühle usw.) sowie einer
behindertengerechen Anleitung und Ausbildung gibt man oft hochbegabten
Kindern eine wirkliche Zukunfts-Chance. Gerade
diejenigen, die körperliche Einschränkungen haben, gleichen dies durch Fleiß
und Motivation mehr als nur aus: sie entwickeln Talente und Begabungen,
Cleverness und eine Tatkraft, die ein über das andere Mal Verblüffung und
Bewunderung auslöst. |
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Arbeitslosigkeit—Armut—Perspektivlosigkeit—Obdachlosigkeit—Lethargie—mangelnde/s
Bildung+Wissen—Chancenlosigkeit
So sieht die typische Schicksalskette der "Ärmsten
der Armen" aus. Sie muss durchbrochen werden, wenn etwas erreicht werden
soll. Es ist fast schon egal, an welchem Punkt man ansetzt. Geschieht
nichts, wird das Problem von Generation zu Generation weitergegeben.
Wir ahnen, wir kennen noch nicht in Ansätzen das
volle Ausmaß, dass viele, viel zu viele Menschen nun von diesem
"Abwärts-Virus" infiziert sind. Aus seelischer Verzweiflung oder
materieller Not, aus körperlichem Schmerz oder Verlust jeglicher Habe.
Weil nicht nur das Haus, sondern auch der Arbeitsplatz oder das
Arbeitsgerät vernichtet ist. Weil man ganz einfach den Mut verloren hat,
physisch zerbrochen ist. Gerade wer jetzt den Halt in der Familie verloren
hat, und das sind entsetzlich viele, ist akut gefährdet. Mütter, die mit
ihren
Kindern und ohne Einkommen nun darben müssen, Familienväter, die alleine übrig blieben, Kinder,
die kein Zuhause – keine Eltern! – mehr haben, Familien, deren Einkommen unter die
Existenzgrenze sinkt. Diese Folgen werden unsagbar grausam sein.
Bitte rümpfen Sie nicht die Nase und urteilen
vorschnell, dieses Land hätte ja beizeiten mehr für die Sozialfürsorge tun
können. Erstens: wir im reichen Westen diktieren mit unserer
Einkaufsmacht, welche Exporterlöse ein solches Land erzeilt, mithin, wie
arm oder reich es ist. Und zweitens, in Zeiten der Bevölkerungsexplosion
plus struktureller totaler Veränderung können der Logik nach solche
Systeme nicht etabliert sein. Vor 150, 100 Jahren waren die Verhältnisse
denen heute in Sri Lanka sozial, finanziell, bezogen auf die Armut und
Abhängig fast völlig identisch.
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Wer
kommt in den "Genuss" der Hilfe, die die CDH leisten kann? In den meisten
Fällen ist es der Zufall, der Regie führt. Wir können - ebenso wie andere
Hilfsorganisationen - immer nur einigen wenigen helfen; auch wenn dies
tausende sind, es bleiben gemessen an der Zahl, die es auch "verdient
hätten", wenige.
Weder
haben wir für den Kreis der in Frage kommenden (für die jeweiligen Projekte)
Aufnahme- oder Auswahlverfahren noch Wartelisten oder Antragsformulare. Vor
Ort und Stelle, wie es sch ergibt, durch schon vorhandene Kontakte oder eben
jene Zufälle, die man als Schicksal oder Karma, Fügung oder Schutzengel
bezeichnen kann, spielen eine große Rolle - weil wir den Zufall als
elementares, universelles Prinzip voll und ganz akzeptiert haben. Weil die
Ceylon-Drekthilfe von Anfang an und Zeit ihres Bestehens durch "Zufälle" das
wurde und das leisten konnte, was im Rückblick positiv zu bilanzieren ist.
Und
diesem positiven Zufall kann man konkret nachhelfen: Jede Spende, jede
Möglichkeit, noch mehr zu tun, macht wieder, per Zufall, dafür aber um so
intensiver, einen Menschen, eine Familie, eine Gemeinschaft glücklicher.
Oder hilft Menschen Trost zu finden. Schafft es, den Teufelskreis zu
durchbrechen und sich wieder dem Leben zuzuwenden. Nicht zufällig, sondern
gezielt und mit Zuversicht.
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Spendenkonto
Konto 0 56 56 55
Deutsche Bank Solingen
BLZ 342 700 24
international:
BIC: DEUTDEDB342
IBAN: DE84 3427 0024 0056 5655 00

Nur ein älterer Schnappschuss. Aber wir ahnen, dass er symbolisch ist:
wir müssen zu ungewöhnlichen Lösungen kommen, das nutzen, was gegeben ist
und es sinnvoll kombinieren. Wie man sieht: es geht ! |
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Alles nur Zufall ? Zufall gehört zu den Begriffen, die mental schwer
zu fassen sind: ist es tatsächlich das rein Unsteuerbare oder das chaotisch
Spontane? Oder ist es "von oben gelenkt", "von den Göttern gewollt", "in den
Sternen geschrieben"? Wir meinen: viel zu weit ausgeholt. Zufall ist nichts
anderes als situativ eine Chance zu erkennen. Den Zufall gibt es eigentlich
gar nicht. Es gibt den Moment, aus dem man etwas macht - oder den man
vorbeigehen lässt. So sehen und so nutzen wir den Zufall. Intuitiv erkennen,
was möglich ist, intuitiv entscheiden, was "richtig" ist, intuitiv handeln,
statt durch quälende Fragen das Mögliche zu verpassen. Wir fühlen uns gut
dabei, es motiviert uns. Und gibt uns Kraft, Hoffnung, Mut. Auch und vor
allem für all die Aufgaben, die nun noch vor uns liegen.
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