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Emotionale Dokumente inmitten des Alltags

Der engagierte Photograph Gerd Krauskopf fuhr im März/April 2005 zusammen mit seinem Sohn nach Sri Lanka (natürlich auf eigene Kosten, nicht durch Spendengelder finanziert) und dokumentierte die immer noch verheerende Situation. Er brachte nachdenklich stimmende Bilder mit und Fotos, die sachlich und dokumentarisch die momentane Situation schildern. Die Exponate sind in ruhigem Schwarzweiß reproduziert, eine Reihe Color-Aufnahmen sollen den Betrachtern Mut machen, Sri Lanka als Reiseland wieder in ihre Urlaubspläne einzubeziehen. Die gesamte Ausstellung steht unter dem Patronat der Stadt Remscheid, allen voran der Oberbürgermeisterin Beate Wilding.

 

 

 

26. April - 7. Mai 2005 im
Allee-Center Remscheid

Herzlichen Dank an das Centermanagement, insbesondere Frau Becker, für die Zurverfügungstellung der Ausstellungsfläche in exponierter Lage.
 

Das Team von Remscheid hilft!, u. a. Burkhard Mast-Weisz, Beate Wilding, Martin Sternkopf, Ingo Sommer, Martha und Wolfgang Meier.

 

   

 

Zahlreiche Passanten und Vertreter aus der Politik und Verwaltung hatten sich zur Eröffnung der Ausstellung eingefunden. "Das Interesse der Bevölkerung war vom ersten Moment an groß", schilderten die Ausstellungs-Macher die Resonanz auf die Bilder inmitten der Verkaufs-Arkaden des Remscheider Allee-Centers.

 

 

   

 

 

Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding hat die Aktion zur "Chefsache" gemacht: "Wir dürfen nicht glauben, mit einer noch so großzügigen einmaligen Spende wären die Probleme beseitigt. Wir versprechen den Menschen in Sri Lanka, dass wir sie für längere Zeit auf dem Weg begleiten, die Folgen dieser schrecklichen Katastrophe so gut es geht zu überwinden."

   

 

Als der Fotograf Gerd Krauskopf noch einmal seine Eindrücke der Reise schilderte, bricht wieder jene Betroffenheit durch, die uns alle seit dem 26. Dezember 2004 so viele Stunden und Tage gefangen genommen hat: wie soll man angesichts solch eines Leides überhaupt noch reagieren? Was ist jetzt zu tun? Remscheid hilft! setzt nach Überzeugung der Betroffenen die richtigen Akzente: es geht nicht um spektakuläre Aktionen, es geht um Hilfe in kleinen Schritten und mit einfachen Mitteln.

   

 

 

Hans-Werner Bertl, für den Wahlkreis Remscheid-Solingen in den Bundestag gewählt, betrachtet intensiv die teils sprachlos machenden dokumentarischen Fotos, die auch noch drei Monate nach der Katastrophe das volle Ausmaß der Zerstörung zeigen.

   

 

         

Der Fotograf Gerd Krauskopf während der Arbeit in Sri Lanka und bei der Ausstellungseröffnung

   

 

Bild links:

Ehepaar Sommer und Monika Wenke von der Ceylon-Direkthilfe (rechts)

 

Bild rechts:

Frau Sommer, Hans-Werner Bertl (MdB), Peter Meinecke (MdL), Burkhard Mast-Weisz (Beigeordneter Stadt Remscheid)

   

 

 

 

Die Presse berichtet intensiv über die Aktion Remscheid hilft!

     

 

 

   

 

         

 

     

 

         

Texte und Bildinterpretationen von Hans-Georg Wenke

    Bei den nachfolgenden Bildern handelt es sich um künstlerisch per digitaler Bildbearbeitung interpretierte Reproduktionen einiger ausgesteller Bilder von Gerd Krauskopf. Insofern ist es eine sehr subjektive, persönliche Reflektion über das, was Gerd Krauskopf mit ruhiger objektiver Art festgehalten hat.
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  Wir empfehlen allen Remscheidern und Besuchern des Alleecenters, sich die intensiven Aufnahmen im Original in Ruhe anzuschauen. Sie zeigen viele Details und Situationen, die es wert sind, über sie nachzudenken und persönlich Schlüsse daraus zu ziehen.

 

         

Verzweiflung.
Über das, was geschehen ist.
Verzweiflung.
Über das, was noch nicht geschehen ist.
Verzweiflung.
Über das, was niemals geschehen wird.

   

 

Was bleibt,
wenn nichts mehr bleibt?
Ein paar Bilder.
Die auf Papier
werden auch
eines Tages
verblassen.
Die im Kopf
nie.

   

 

Es ermutigt,
neu zu beginnen.
Doch der Platz
ist der,
auf dem das Unglück
geschah.
Das Sterben
als Plattform
neuen Lebens.
Es ist nun einmal so.
Da hilft kein Sinnen.
Da hilft kein Zögern.
Da hilft kein Klagen.

   

 

Hab Seligkeit,
solange ein paar
Habseligkeiten
geblieben sind
oder neu erwachsen
werden.
Hab Dank
für das,
was greifbar wird,
wenn alles
unbegreiflich
geworden zu sein scheint.

   

 

Wenn Sprichwörter
zu Alpträumen
und Katastrophen werden:
aus der Bahn geworfen!
Wie oft sagt's man
für Dinge,
die doch nur
ein Rumpeln
auf rauhem Gleis sind.
Aus der Bahn geworfen werden.
Man sollte dem
eingefahrenen Gleis
des Gebrauchs
so mancher Metapher
die Weichen
neu stellen.

   

 

Mit dem Kopf
mit den Händen
mit den Füßen
mit Geschick
mit Kraft
mit Fleiß
arbeitend.
Alles schön
und gut.
Mit frohem Herzen
arbeitend -
wie schön,
wie gut.

   

 

Die Spuren des Alters
sind Zeichen der Kraft.

   

 

Erforscht
bis fast ins letzte
Detail
sind die Wellen und Wogen,
das Wandern und Wüten
des Tsunamis.
Keiner aber wagte,
die Flut der Tränen
zu beschreiben,
die dem Wasser des Meeres
aus traurigen Augen
folgte.

   

 

Gestorben,
ohne lange
gelebt zu haben.
Keiner weiß,
ob in kindlichem Glück
oder trostlosem Sein.
Gestorben,
ohne gegen das Sterben
eine Chance
gehabt zu haben.
Keiner weiß, wie.
Gestorben,
um vergessen zu sein?
Es liegt einzig an uns,
dies zu verhindern.

   

 

 

     

 

         
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