aktiv-logo-klein.jpg (3314 Byte)
zweiter Rep. neu
Aufbau
Bilder
Aufbau
Remscheid
Foto-Ausst.
erster Report
Zukunft
Die Welle
Dankeschön !
Presseecho
Konkrete Hilfe
Hausbau
Dilemma
Erste Projekte
Cronenberg
Cronenberg 06
Solingen
Solinger Sport
Barmen
Info-ABC+News
Start-up-Projekt
Patenschaft
Portrait CDH
Karten 
Danke 
Home
.


Es gab am 26. Dezember 2004 nicht nur eine Katastrophe, ein Desaster, einen "Weltuntergang". Es gab derer zehntausende, hunderttausende.

Jeder Tod eines geliebten Menschen, jede Zerstörung einer Familie, einer Existenz, eines Zuhauses ist eine Katastrophe für sich.

Wir dürfen uns nicht an den großen Zahlen der Spenden berauschen um zu glauben, es sei genügend getan. Und uns nicht von der übergroßen Zahl der Betroffenen, der Toten schocken lassen, um mittels der Metapher "unfassbar" eine Mauer zwischen uns den Opfern aufbauen.

Mehr als 1 Millionen Menschen wurden alleine auf Sri Lanka obdachlos. Wo und wie man hilft, ist fast schon mehr ein psychologisches als nur ein monetäres und organisatorisches Problem
 

 

 

10x10-gelb.jpg (287 Byte)

Hilfe zur Selbsthilfe ist kein theoretisches Motto. Weil die betroffenen Personen, denen geholfen wird, mitarbeiten, in die Pflicht genommen und angeleitet werden, so selbstständig wie möglich zu sein, weil sie so selbst Initiative ergreifen, können wir auch mit wenig Geld stets viel bewirken. Und die Hilfe kann stets so bemessen werden, wie sie im Einzelfall optimal ist. Vor allem aber ist auf diese Art und Weise Hilfe nie eine Einmischung von außen oder gar ein Almosen.

 

.

 

10x10-gelb.jpg (287 Byte)

10x10-gelb.jpg (652 Byte) Kein Zuhause zu haben empfinden Menschen wie keine Zukunft zu haben

Neben medizinischen, hygienischen und Aufgaben der Nahrungs- bzw. Wasserbeschaffung ist es am wichtigsten, Menschen zu helfen, eine Unterkunft zu finden. Sei es, um zu wohnen oder zu arbeiten. Seien es Schulen oder berufliche Ausbildungsstätten. Hilfe auf Dauer entwürdigt. Und um Menschen diese Demut zu ersparen, ist es am besten, man hilft ihnen dabei, neue Wohn- und Arbeitsstätten zu schaffen und Orte, an denen Ausbildung und soziales Leben ihren Platz haben. So, wie dies auch bei und für uns ganz normal, ganz selbstverständlich ist. Wir sollten aufbauen, was zerstört wurde und wieder zurückgeben, was verloren ging. Dies wird weder vollständig noch perfekt gelingen. Aber es wäre eine Schande, nicht versucht zu haben, es wenigstens so intensiv zu tun, wie es möglich war und wie wir es selbst erhoffen, erwarten würden.

 

 

 


Das oft gefragte Missverständnis:

   


«Müssen es denn gleich Häuser sein? Genügt nicht eine Wohnung?»

 


Ein Beispiel aus Wadduwah

  Wohnungen, also Häuser für viele Mieter und mit abgeschlossenen Wohneinheiten, sind in Sri Lanka zumindest "auf dem Land" weitgehende unbekannt. Die natürliche und über Jahrtausende gewachsene Wohnform ist die der einfachen Unterkunft aus natürlichen Materialien: Holz und Palmwedel. Wenn wir von "Häusern" sprechen, dann meinen wir solche, die der Landesart entsprechen: einfache Gebäude mit meist vier kleinen Zimmern, rein funktionelle Bauten. Die reinen Materialkosten, die wir teils oder komplett übernehmen, liegen bei ca. 2.500 bis 5.000 Euro pro Gebäude. Ein solches hat im Regelfall kein fließend Wasser, keinen Strom. Der kann später hinzuinstalliert werden, wenn es denn überhaupt regional bis zum Bauplatz eine Versorgung gibt. Wasser wird aus Gemeinschaftsbrunnen geschöpft. Das ist der Grund, warum wir nie einzelne Häuser bauen, sondern gleich ganze Gruppen - mit eben einem gemeinsamen Brunnen, aber auch mit einer gemeinsamen Toilettenanlage und Abwasserentsorgung! Wo möglich gibt es ein bescheidenes Gemeinschaftshaus (die Hütten reichen nicht zum Bewirten von Besuch, geschweige denn "Dorfversammlungen" und Sozialleben) und ggf. auch einem kleinen Tempel. Die Religiosität ist ein tragendes und stabilisierendes Element im Alltagsleben. Für die ceylonesische Mentalität ist das Leben in einer größeren Gemeinschaft wichtig und erstrebenswert.

 

        In solchen Häusern wohnen die, die sich aus eigener Kraft nicht oder kaum noch helfen können. Mangelnde schulische Bildung und nicht vorhandene berufliche Erfahrung, Armut, Alter, Krankheit, soziale Vereinsamung, Unglücksfälle, Behinderungen .... es gibt viele Gründe, warum Menschen die Möglichkeit verwehrt oder verloren gegangen ist, das Blatt zu wenden. Viele von ihnen wohn(t)en illegal in solchen Bretterbuden direkt am Strand. Was mit ihnen bei der Welle geschah, sah man in den Fernsehbildern. Wir von der Ceylon-Direkthilfe versuchen seit Jahren, wenigsten einigen von ihnen die Möglichkeit zu geben, sich selbst unter fachkundiger Anleitung ein festes Haus zu bauen:
 
       

Die Fröhlichkeit ist groß, der Wille nicht nachlassend, der sichtbare Fortschritt motiviert: Dutzende Häuser entstehen, in denen Familien in ein neues Leben starten konnten. Bis die Flut kam ... und ein kleines Wunder geschah. Denn obwohl in unmittelbarer Nähe alles zerstört wurde, haben etliche der Häuser die Flut überstanden, weil sie nicht mit der vollen Wucht der Wellen getroffen wurden. Dennoch sind an anderer Stelle vier Bewohner der so gebauten Häuser getötet worden.

 

 
 
     
 
      Dieses Projekt ist typisch für praktiziertes "networking": Christa Ostmeier aus Minden hat in der Nähe von Wadduwa, Sri Lanka, Yoga-Seminare durchgeführt. Die deutsche Mindener Domgemeinde hat für einen von ihr gefassten Plan Geld gesammelt; dieses Budget wurde aufgefüllt mit Ceylon-Direkthilfe und öffentlichen Fördergeldern. Betreut und realisiert wurde es vor Ort von der ceylonesischen Schwesterorganisation der CDH, der CDO (Ceylon Direct Help Organisation, Sri Lanka) und nicht zuletzt nahm es ein gutes Ende durch den unermüdlichen Einsatz von Father Blais von der Wadduwa Church. Die Freude, die die Menschen in ihren neuen Häusern hatte, konnte man ihnen an den Augen ablesen:  
 
     
           
          Wir werden wieder, partnerschaftlich, solche Hausbauprojekte unterstützen. In welcher Form die Erkenntnisse der Tsunami-Katastrophe in Schutzmassnahmen oder die Standortwahl einfließen, können wir zur Stunde noch nicht sagen; dies muss in den nächsten Wochen und Monaten geklärt werden. Außerdem ist billiger Bauplatz nicht beliebig zu bekommen. Wir werden genau informieren, wenn sich eine sachliche Aussage treffen lässt.
      10x10-gelb.jpg (652 Byte) Spendenkonto
Konto 0 56 56 55
Deutsche Bank Solingen
BLZ 342 700 24
international:
BIC: DEUTDEDB342
IBAN: DE84 3427 0024 0056 5655 00
  10x10-gelb.jpg (287 Byte)

Wir werden oft gefragt: Warum hilft die ceylonesische Regierung nicht intensiver? Eine gute Frage, um sarkastisch zu antworten. Denn diese "Kleinigkeiten" hat nun die Regierung zu bewältigen:
10x10-gelb.jpg (652 Byte) Reparatur von 12 der 14 Hochseehäfen (zur Lebensmittel- und Güterversorgung)
10x10-gelb.jpg (652 Byte) Neuinstallation praktisch der gesamten Westküsten-Eisenbahn, dem wichtigsten Verkehrsmittel überhaupt, samt rollendem Material
10x10-gelb.jpg (652 Byte) Neuinstallation und/oder Reparatur wesentlicher Teile der Strom-, Wasser- und Telekommunikations-Infrastruktur
10x10-gelb.jpg (652 Byte) Straßenreparaturen in großem Ausmaß
10x10-gelb.jpg (652 Byte) Sicherung von Brücken, teilweise Reparatur
10x10-gelb.jpg (652 Byte) Allgemeine medizinische Versorgung bzw. ggf. kurzfristige Seuchenbekämpfung in wahrscheinlich hunderttausenden Fällen

Bitte verstehen Sie, dass private, vor allem aber auch ausländische Hilfe keineswegs nur eine nette Dreingabe, eine Art "Upgrade auf ein besseres Leben" ist. Ohne diese Hilfe werden alle Opfer und Betroffenen mehr zu leiden haben, als wir, die wir helfen können oder könnten, es jemals wahrhaben wollten (weil wir es gedanklich kaum aushielten). Und selbst wenn man nicht allen und in allen Dingen helfen kann, rechtfertigt dies nicht, es erstens nicht zu versuchen und zweitens, darum geht es vor allem, nicht retten, was zu retten ist. Wir wiederholen deshalb gerne, oft und intensiv das Motto der Ceylon-Direkthilfe:

1 % Hilfe ist mehr als 100 % Mitleid

 

          Wir wissen, wir schaffen nicht alles, was eigentlich getan werden müsste. Und deshalb wird das, was wir alle gemeinsam schaffen, um so wertvoller sein.
; ; ; ;