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Wir haben fassungslos vernommen, wie
tausende Menschen von einer Sekunde zur anderen in den Tod gerissen,
verletzt und geschädigt wurden, ihre Existenz und das Zuhause verloren.
Diese Welle war eine Katastrophe. Wir hoffen darauf, dass nun eine Welle
der Hilfe kommt, die logischerweise nichts rückgängig machen kann, die
aber dazu beiträgt, Mut zu geben, sich selbst wieder eine Zukunft zu
schaffen.
Opfer einer Naturkatastrophe zu werden, scheint unabwendbares Schicksal.
Mehrere zehntausend Menschen sind in Asien getötet worden, sehr viele
davon in Sri
Lanka. Doch dann allein gelassen zu werden, ohne auf
Hilfe hoffen zu dürfen, ist deprimierend und eine seelische Wunde, die
niemals verheilt.

Verlorenes Paradies
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« Wenn wir jetzt nicht
helfen, wann wäre unsere Hilfe denn je angebracht gewesen? »
Carl-Heinz Beier
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Pressemitteilung 27.2.05:
Hilfe gestartet
PDF-File
Word-File
siehe auch:
Bilder |
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Sie haben
erlebt, was Hollywood mehrfach als Gruseldrama inszeniert hat. Doch in der
Realität gab es kein Happy End, keinen Held, der die Welt rettete.
Jetzt müssen wir, die wr nicht betroffen waren, den Menschen Kraft, Mut und
Perspektive zurückbringen.
Es ist der Alptraum: Das Meer
erhebt sich zum Berg und stürzt auf alles hernieder. Wen es unmittelbar
trifft, hat kaum eine Chance, unverletzt oder lebend zu entkommen. Wer
flüchten kann, verliert Hab und Gut, viele von diesen Opfern ihre
Unterkunft. Sie stehen vor dem Nichts. Der Schock sitzt tief. Die
Verzweiflung ist groß. Die Angst ein ständiger Begleiter.
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Am 2. Weihnachtstag 2004, in den Morgenstunden, hob sich der Meeresboden
rund 1000 Kilometer westlich von Sumatra um gut 30 Meter an – schlagartig. Ein
so genanntes Seebeben, ein Erdbeben unter dem Meer. Es löste eine Flutwelle
(Tsunami)
aus, die mit der Geschwindigkeit eines Düsenflugzeuges und der Kraft von
10.000 Atombomben über den Indischen Ozean rollte und an den Küsten, wo sie
auftrat, sich bis zu 10 Meter hoch auftürmte. Mit dieser zerstörerischen
Kraft walzte sie Menschen, Tiere, Häuser einfach weg. Zurück blieben Tote,
Trümmer und die pure Angst. Hätte es Sie persönlich getroffen, wie dankbar
wären Sie für jede Hilfe? Bitte messen Sie daran Ihre Bereitschaft, mit
Summen Ihrer Wahl - kein Betrag ist zu gering - Ihrem Mitgefühl Ausdruck zu
geben und die Projekte der Ceylon-Direkthilfe zu unterstützen, fortzusetzen
und andere neu zu beginnen.
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Spendenkonto
Konto 0 56 56 55
Deutsche Bank Solingen
BLZ 342 700 24
international:
BIC: DEUTDEDB342
IBAN: DE84 3427 0024 0056 5655 00 |
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Unsere Planung
Uns geht es um die
langfristige Perspektive, die dauerhafte Sicherung von Familienexistenzen,
die Ausbildung und Rehabilitierung vor allem von Kindern mit Behinderungen
und der so genannten Hilfe zur Selbsthilfe. Das sind Unterstützungen, die
Opfern von Unglücken, Krankheiten oder unbeeinflussbaren schicksalhaften
Ereignissen Mut, Kraft, Wissen und Befähigung geben, sich von den Folgen
dieser Schicksale zu erholen oder zu befreien. Mit anderen Worten: wir
möchten diesen Menschen jene Chancen geben, die wir für und bei uns als
selbstverständlich und berechtigt ansehen.
Unser Versprechen
So, wie
wir auch bis jetzt besonnen und vor allem in integrierter Kooperation mit
den Betroffenen, sri lankischen Behörden, Institutionen und engagierten
Bürgern die Langfristperspektiven unterstützt haben, werden wir auch
weiterhin handeln. Denn wenn die erste Not gelindert ist, wenn die
Hilfsorganisationen mit ihrer Soforthilfe sich wieder zurückziehen, dann
entsteht jenes "Nichts", das besonders hart und schlimm ist. Wir wissen
aus Erfahrung, dass gerade in diesen Momenten jede Möglichkeit,
Gemeinschaft zu finden und Hilfe zu erhalten, im besonderen Maße wertvoll,
nützlich und lebensbejahend ist.
Effektivität durch Erfahrung und Kooperation
Die
Ceylon-Direkthilfe ist eine 1981 in Solingen gegründete, unabhängige und
nur durch Privatinitiative getragene Organisation. Sie ist frei von
kirchlichen, politischen oder sonstigen Bindungen. Getragen wird sie von
engagierten Mitgliedern, Förderern, Spendern, deren Hilfe im eigenen
Ermessen steht. Allein das eigene ethisch-moralische Weltbild ist
ausschlaggebend.
Diese
Freiheit und Vielfalt führte zu einem erfolgreichen Netzwerk. Auf der
einen Seite die Treue und über dem Durchschnitt liegende Bereitschaft von
Spendern. Und auf der anderen Seite eine in Sri Lanka einmalige Art der
Hilfe, die sogar von Ministerien und Behörden ideologiefrei gefördert
wird.
In dem
nunmehrigen fast 25jährigem Bestehen konnte die CDH Projekte in einem
Gesamtvolumen von rund 3 Mio. Euro abwickeln, bedeutende Zuschüsse der
Europäischen Gemeinschaft einbezogen. Hauptwerk ist Sunflower Village,
ein Dorf für die Rehabilitation, Schul- und Berufsausbildung vor allem
junger Menschen. Darüber hinaus wurden an die hundert andere Projekte
durchgeführt, die meisten längst erfolgreich abgeschlossen.
Die
Ceylon-Direkthilfe verbindet ihre unmittelbare Hilfe stets mit dem Angebot
für die Betroffenen, dies als eine Chance zu ergreifen, sich selbst
effektiver als bisher zu helfen – eben als Hilfe zur Selbsthilfe.
Die
Kooperation und Koordination mit Menschen "vor Ort" hat sich als der
richtige, langfristig erfolgreiche Weg erwiesen. Denn erstens können so
alle Maßnahmen den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht gestaltet werden
und zweitens wird die Hilfe niemals als "Einmischung von außen" angesehen
und damit mehr als andere akzeptiert. Darüber hinaus hilft diese
Strategie, Hilfe nicht als entwürdigendes Almosen ansehen zu müssen.

Die Bundesregierung,
Außenminister Fischer, ruft ausdrücklich dazu auf, den betroffenen
Menschen das zu gewähren, was wir alle selbst in einer solchen Situation
erhoffen, fast erwarten würden: Solidarität, die sich durch Taten
ausdrückt.
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Bilder aus der aktuellen
Stunde, WDR, 28.12.04
«
Die Zahl der Opfer - und auch Überlebende sind
Opfer - ist weit größer, als im ersten Anschein zu erkennen war. Wir haben
in Sunflower Village die Möglichkeit, kurzfristig einer Reihe von Familien
ein zwischenzeitliches Asyl zu bieten, um von dort aus eine neue Existenz
aufzubauen. Wir werden jetzt überlegt handeln und nach Priorität
entscheiden. Die Begrenztheit der Mittel und Möglichkeiten zwingt uns dazu,
Entscheidungen zu treffen. Und obwohl wir diese rasch treffen werden, müssen
wir uns für bestimmte Wege entscheiden. Aber Sie als Spender, Förderer und
Freunde der Ceylon-Direkthilfe dürfen sicher sein, dass wir die bisherigen
Wege nicht verlassen und Humanität weiterhin der einzige Maßstab ist, nach
dem wir unser Vorgehen ausrichten.
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