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Innehalten und Gedenken.
Worte finden.
Der Zukunft sich verpflichten.

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An Verantwortung erinnern.

In Wuppertal, der Geburtsstadt von Else Lasker-Schüler, haben der DGB, die Gewerkschaft ver.di und die Deutsch-Tschechische und Slowakische Gesellschaft als Kooperationspartner der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft am 24. April 2005 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt. In der  Gemarker Kirche , wo die Bekennende Kirche ihre „Barmer Synode“ abgehalten hat.

Die amerikanische Sängerin Lisa Cash, deren Eltern einst mit Martin Luther King in den USA für die Gleichberechtigung der farbigen Bürger und gegen den Vietnamkrieg demonstrierten, sang Friedenslieder und Vertonungen von ELS-Gedichten. Begleitet wurde sie von der Pianistin Rie Shiikawa vom Deutsch-japanischen Friedenskreis, der an die Opfer der Atombomben erinnerte, die 1945 auf Hiroshima und Nagasaki fielen.

Anlass für die Gedenkfeier war u. a. der 60. Todestag von Else-Lasker-Schüler. Zahlreiche Besucher gedachten des Holocaust an den Armeniern und anderer Völkermorde, anlässlich der 60. Wiederkehrs des Tages der Befreiung Nazi-Deutschlands durch alliierte Kräfte, wie einst Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Kriegsende genannt hat.

 

Die Veranstalter hatten gebeten, an Stelle von Eintrittsgeldern mit einer Spende zugunsten der CDH und der von ihnen betreuten Projekte ihre solidarische Referenz zu erweisen. Auch für diese noble Geste unser herzlicher Dank.

 

 

Grüner als Stein: der frühlingsfrische Baum verdeckt den Kirchturm einer der in ihrer Symbolkraft und von ihr ausgehenden gesellschaftspolitischen Gestaltungskraft bedeutendsten Kirche Wuppertals, der Gemarker Kirche in Barmen. 

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Wir brauchen eine neue Erinnerungskultur.
»

Hajo Jahn

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Das Volk liebt zwar die Freiheit, doch nicht die, die sich dafür opferten.
»

Hajo Jahn

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Betroffen von Krieg und Katastrophen sind viele. Aber die menschlich verursachten, das Sterben durch Machtgier und fanatische Blindheit, darf einfach nicht sein. Wir danken den Menschen, die in der Gesellschaft, der Öffentlichkeit, der Politik, der Kunst dafür eintreten, dass sich Wahn-Ideen nicht wieder verselbständigen. Dennoch ist der Wunsch das eine, die Realität das andere: zur Zeit werden an die 30 Kriege gezählt, in denen Menschen zu Tode kommen. Unschuldige, lebensfrohe, positiv gestimmte Menschen. Sie haben keine Chance, dem Tod zu entkommen. Außer der: dass immer wieder andere sich für Frieden und Freiheit aktiv einsetzen und auf weltpolitische Entwicklungen Einfluss nehmen, indem sie der Öffentlichkeit, ihren Mitmenschen bewusst machen, dass es sehr wohl eine Unterscheidung von Gut und Böse, richtig und falsch, Menschenwürde und verachtendem Fanatismus gibt.


Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft in Wuppertal und ihr verbundene Aktivitäten gehört zu jenen gesellschaftlichen Kräften, die nicht müde werden, sich gegen Unrecht, Verfolgung, Krieg und Unterdrückung zu stellen und die Öffentlichkeit darüber zu informieren.

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Seiner Aufgabe als kritischer, aber der Wahrheit Raum gebender Analytiker - dies sind die Attribute, die der Dramatiker bis lang für sich reklamierte - wurde Rolf Hochhuth nicht in Ansätzen gerecht. Zwar erzeugten seine verlesenen Gedichte durchaus nachdenkliche Betroffenheit. In der Diskussion hinterließ er wegen widersprüchlicher und gewagter Thesen, zwischen Provokation und Selbstmitleid heischender Einwürfe pendelnd, einen sehr negativen Eindruck. Sein Auftreten wurde dem würdigen Rahmen und dem durch den Anlass gebotenen Ernst nicht im Ansatz gerecht, was viele Menschen ratlos und konsterniert zurückließ und brüskierte. Ein Mann, der aus Starrsinn sein eigenes ideelles Vermächtnis aufs Spiel setzt oder sogar zerstört. Der ehrlichen und geistesoffenen Absicht der Veranstalter machte Rolf Hochhuth einen für ihn sehr peinlichen Strich durch die Rechnung.

Um so mehr sei allen anderen, die an der Veranstaltung mitgewirkt haben, durch Beiträge und organisatorisch, gedankt und sie ermutigt, auf dem Wege weiterzumachen, Vergessen niemals zuzulassen.

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      Musik, die die Seele ansprach: Vertonungen von Else-Lasker-Schüler-Gedichten und Friedenslieder.   Mehr als nur ein Hauch von Gospel und Soul:
Rie Shiikawa und Lisa Cash
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