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Bilder von der ersten Bestandaufnahme
und sofortigen Direkthilfe (Januar 05)
Diese Bilder samt Texten
können von Medien und Redaktionen kostenfrei mit Quellenangabe verwendet
werden.
Windows-Rechner: Bilder mit rechter Maustaste anklicken und mittels "Bild
speichern unter" auf eigenen Rechner laden. Apple Mac: Anklicken und auf
Ordner im eigenen Rechner ziehen.
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Die deprimierende Frage bleibt: wo anfangen? »
Angesichts solcher Bilder wird
wohl jedem klar, warum wir sagen, dass es ein "genug" an Spenden und Hilfe
vorerst nicht geben kann. Sri Lanka ist, wie andere betroffene Länder auch,
auf viele Jahre zurückgeworfen. Vor allem hat es ja wieder einmal, wie so
oft bei katastrophalen Ereignissen, die Ärmsten der Armen getroffen.
Menschen, denen ganz einfach die Mittel fehlen, aus eigener Kraft den
Neuanfang zu gestalten.
Positive Nachrichten
zum Neuanfang: Wir haben mit der Vorbereitung für ein neues Dorf begonnen
(siehe "Zukunft" in der Navigation links).
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600
Häuser
Im Laufe der letzten 24 Jahre
hat die Ceylon-Direkthilfe, teils durch den unermüdlichen Einsatz einzelner
Spender und Organisatoren, ca. 600 einfache, aber feste Häuser errichten
lassen können. Unter anderem "Solingen Village" und "Minden Village"
(Ehepaar Ostmeier). In Badduwa wurden, wie woanders auch, die Häuser
unmittelbar am Strand gebaut (mangels anderer Grundstücke). Die Wucht der
Welle traf diese Häuser besonders hart. Haus und Siedlungsplatz sind auf
immer verloren.
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Improvisation
In deutschen Medien lassen
sich überhebliche Berichte lesen: wenig sei koordiniert, die Helfer oft
hilflos, die Regierung verzögere manches. Es darf gefragt werden, wie lange
es denn in Deutschland nach dem letzten Krieg gedauert hat, bis "Normalität"
eingekehrt ist oder ob es der Supermacht USA nach der Irak-Invasion gelungen
ist, "normales Leben" herzustellen? Die Tsunami war in ihrer Wirkung wie das
Flächenbombardement in einem Krieg. Es sind nicht nur die Gebäude zerstört,
die Menschen getötet worden, die gesamte Infrastruktur wurde getroffen. Dass
es Zeit braucht, das neue zu planen und in Gang zu setzen, ist eine
natürliche Sache und kein Mangel des Landes, der Regierung, kein Fehler der
Hilfsorganisationen.
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Tempel
Tempel und Kirchen haben sich
in der Stunde der großen Not als Zufluchtstätten und Horte der Hilfe
bewährt. Neben dem emotionalen Aspekt kommen praktische Momente hinzu: sie
verfügen oft über eine größere Freifläche, eine intakte Infrastruktur (z. B.
für Pilgerfeste), hier leben Menschen, denen Helfen etwas
Selbstverständliches ist, und sie haben Verbindungen zu anderen Menschen,
die von außen Hilfe organisieren können. Freilich kann dies nur ein
Übergang, keine Dauerlösung sein. Zumal etliche Kirchen oder Tempel selbst
zerstört wurden und auf den Wiederaufbau warten.
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Leben
im Nichts
Arbeitsplätze sind zu
hunderttausenden verloren gegangen. Ersparnis oder Besitz sind fortgespült.
Viele Familien durch Todesopfer so dezimiert, dass die familieninterne
übliche Hilfe nicht mehr greifen kann. Wer so "auf Null" zurückgeworfen
wurde, dem bleibt kaum etwas, um sich ein neues Leben gestalten zu können.
Wären da nicht Hilfen von außen, durch Spender in aller Welt, sähe die
Zukunft noch düsterer aus: das Provisorium, elend genug, würde zum
Dauerzustand. Eine Mutter lebt mit den beiden Söhnen praktisch im Freien,
nur durch eine Plane notdürftig geschützt. Die Bekleidung stammt aus einer
verteilten Spende irgendeiner Hilfsorganisation.
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Wasser
& Hygiene
Auf Strom kann man noch eher
und leichter verzichten, Elektrizität spielt in Sri Lanka nicht die zentrale
Rolle wie bei uns. Doch ohne Wasser stirbt alles Leben. Und ohne
Abwasserregulierung bei der inzwischen eingetretenen Bevölkerungsdichte
auch. Insofern wird zur zentralen Frage, wie schnell und wie gründlich beide
Infrastrukturen, Frisch-/Trinkwasser und die Fäkalien- und Müllentsorgung,
geregelt werden können, damit - klimatisch begünstigt - Krankheiten und
Seuchen nicht ausbrechen. Noch ist diesbezüglich keine unmittelbare Gefahr
erkennbar, sie ist jedoch latent permanent vorhanden.
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Eigeninitiative
Zuweilen mag es so klingen,
als ob alle Menschen in den betroffenen Gebieten wie gelähmt auf Hilfe durch
Dritte und von außen warten. Das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn viele
noch traumatisiert und demotiviert sind, die meisten haben es geschafft,
wieder das Leben in die eigene Hand zu nehmen. Aus den Trümmern auf dem
Fundament des ehemaligen Hauses bauten diese Frauen eine Hütte, mehr
schlecht als recht, aber wenigstens ein Anfang. Als wir sie besuchen, zeigen
sie stolz, was sie noch gerettet haben: ein Hochzeitsfoto. Erinnerungen an
eine glückliche Zeit.
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Fleiß
und Ausdauer
Fehlende Maschinen machen die
Menschen durch Geduld und Tatkraft wett. Die extrem zerstörte Bahnstrecke,
das unverzichtbare Rückgrat der regionalen Infrastruktur an der Südwestküste
(Colombo bis Galle/Matara), wird Abschnitt für Abschnitt wieder
hergerichtet. In purer Handarbeit und mit einfachsten Werkzeugen. Doch mit
Sorgfalt und Bedacht. Wann allerdings die Züge wieder rollen können ist unabsehbar, denn auch Lokomotiven und Wagen wurden in erheblichem Umfang
zerstört und müssen neu beschafft werden.
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Allein
gelassen
Nicht immer und überall
konnten die Trümmer beseitigt, die Aufbauarbeiten begonnen werden. An
manchen Stellen ist der Verlust an Menschenleben so groß - und nebenbei die
Armut auch - dass sich Hilfe noch nicht organisieren ließ. Menschen mit
körperlichen Behinderungen, wie diese beinamputierte, auf den Rollstuhl
angewiesene Frau, sind nun doppelt betroffen. Sie können sich ohnehin kaum
unmittelbar an den Arbeiten beteiligen und sind erneut von der "Gnade"
anderer abhängig, ihnen Hilfe zuteil werden zu lassen. Eine Situation, die
dazu führen kann, das Selbstvertrauen dauerhaft zu demoralisieren.
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Und
überall brütende Hitze
Zelte und Planen sind nur ein
begrenzt nützlicher Ersatz für luftige, aber regenfeste Häuser. Denn die
hohe Luftfeuchtigkeit in der drückend heißen Luft macht den Aufenthalt unter
solche windundurchlässigen Planen oder Zelten unmöglich. Nur die noch stehen
gebliebenen Häuser können trotz Schäden für eine gewisse Weile notdürftiger
Ersatz und Unterschlupf sein. Einige von ihnen sind sogar reparaturfähig und
können in den nächsten Wochen wieder bewohnbar gemacht werden. Problematisch
bleibt, wo der Schutt endlagern soll.
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Tote
und Verletzte
hat es auch in diesem "Minden-Village"
in Wadduwa gegeben. Wenn man sieht, mit welcher Wucht das schwere Boot an
Land geschleudert wurde, verständlich. Doch der Zufall rettete dutzenden von
Personen das Leben: sie befanden sich in einer etwas höher gelegenen Kirche
zu Gottesdienst. Als sie das Desaster hörten, in sicherer Entfernung sahen
und zurückkehrten, standen sie vor den Trümmern ihrer Existenz und hatten
nichts mehr als die Kleider auf dem Leib.
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Aus der Traum
Ein einfaches, selbstgebrautes
Fischerboot, Lebensgrundlage für ein ganze Familie, ist von der Welle in die
Häuser geschleudert worden. Boot und Haus sind unbrauchbar geworden, der
Hausrat zerstört, die Familie steht vor dem Nichts. Sie muss erneut von
vorne beginnen.
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Aufbauteam
v.l.n.r:
Bimal Perera von
der Ceylon Direct Help Organisation Sri Lanka;
Marita Messmer-Beier, stv. Vorsitzende und Koordinatorin der
Ceylon-Direkthilfe e.V., Leichlingen;
Christa Ostmeier, Friedhelm Ostmeier,
Ehepaar aus Minden, die in privater Initiative Geld für 12 Häuser in Minden
sammelte und durch die CDH in Wadduwa errichteten.
Sie analysieren die Schäden und geben den Neubau etlicher dutzend Häuser in
Auftrag, da sie in der Stadt Minden ein enormes Spendenaufkommen initiieren
konnten.
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