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Bilder von der ersten Bestandaufnahme und sofortigen Direkthilfe (Januar 05)

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« Die deprimierende Frage bleibt: wo anfangen? »

Angesichts solcher Bilder wird wohl jedem klar, warum wir sagen, dass es ein "genug" an Spenden und Hilfe vorerst nicht geben kann. Sri Lanka ist, wie andere betroffene Länder auch, auf viele Jahre zurückgeworfen. Vor allem hat es ja wieder einmal, wie so oft bei katastrophalen Ereignissen, die Ärmsten der Armen getroffen. Menschen, denen ganz einfach die Mittel fehlen, aus eigener Kraft den Neuanfang zu gestalten.

Positive Nachrichten zum Neuanfang: Wir haben mit der Vorbereitung für ein neues Dorf begonnen (siehe "Zukunft" in der Navigation links).

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) 600 Häuser

Im Laufe der letzten 24 Jahre hat die Ceylon-Direkthilfe, teils durch den unermüdlichen Einsatz einzelner Spender und Organisatoren, ca. 600 einfache, aber feste Häuser errichten lassen können. Unter anderem "Solingen Village" und "Minden Village" (Ehepaar Ostmeier). In Badduwa wurden, wie woanders auch, die Häuser unmittelbar am Strand gebaut (mangels anderer Grundstücke). Die Wucht der Welle traf diese Häuser besonders hart. Haus und Siedlungsplatz sind auf immer verloren.

 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Improvisation

In deutschen Medien lassen sich überhebliche Berichte lesen: wenig sei koordiniert, die Helfer oft hilflos, die Regierung verzögere manches. Es darf gefragt werden, wie lange es denn in Deutschland nach dem letzten Krieg gedauert hat, bis "Normalität" eingekehrt ist oder ob es der Supermacht USA nach der Irak-Invasion gelungen ist, "normales Leben" herzustellen? Die Tsunami war in ihrer Wirkung wie das Flächenbombardement in einem Krieg. Es sind nicht nur die Gebäude zerstört, die Menschen getötet worden, die gesamte Infrastruktur wurde getroffen. Dass es Zeit braucht, das neue zu planen und in Gang zu setzen, ist eine natürliche Sache und kein Mangel des Landes, der Regierung, kein Fehler der Hilfsorganisationen.

 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Tempel

Tempel und Kirchen haben sich in der Stunde der großen Not als Zufluchtstätten und Horte der Hilfe bewährt. Neben dem emotionalen Aspekt kommen praktische Momente hinzu: sie verfügen oft über eine größere Freifläche, eine intakte Infrastruktur (z. B. für Pilgerfeste), hier leben Menschen, denen Helfen etwas Selbstverständliches ist, und sie haben Verbindungen zu anderen Menschen, die von außen Hilfe organisieren können. Freilich kann dies nur ein Übergang, keine Dauerlösung sein. Zumal etliche Kirchen oder Tempel selbst zerstört wurden und auf den Wiederaufbau warten.

 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Leben im Nichts

Arbeitsplätze sind zu hunderttausenden verloren gegangen. Ersparnis oder Besitz sind fortgespült. Viele Familien durch Todesopfer so dezimiert, dass die familieninterne übliche Hilfe nicht mehr greifen kann. Wer so "auf Null" zurückgeworfen wurde, dem bleibt kaum etwas, um sich ein neues Leben gestalten zu können. Wären da nicht Hilfen von außen, durch Spender in aller Welt, sähe die Zukunft noch düsterer aus: das Provisorium, elend genug, würde zum Dauerzustand. Eine Mutter lebt mit den beiden Söhnen praktisch im Freien, nur durch eine Plane notdürftig geschützt. Die Bekleidung stammt aus einer verteilten Spende irgendeiner Hilfsorganisation.

 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Wasser & Hygiene

Auf Strom kann man noch eher und leichter verzichten, Elektrizität spielt in Sri Lanka nicht die zentrale Rolle wie bei uns. Doch ohne Wasser stirbt alles Leben. Und ohne Abwasserregulierung bei der inzwischen eingetretenen Bevölkerungsdichte auch. Insofern wird zur zentralen Frage, wie schnell und wie gründlich beide Infrastrukturen, Frisch-/Trinkwasser und die Fäkalien- und Müllentsorgung, geregelt werden können, damit - klimatisch begünstigt - Krankheiten und Seuchen nicht ausbrechen. Noch ist diesbezüglich keine unmittelbare Gefahr erkennbar, sie ist jedoch latent permanent vorhanden.

 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Eigeninitiative

Zuweilen mag es so klingen, als ob alle Menschen in den betroffenen Gebieten wie gelähmt auf Hilfe durch Dritte und von außen warten. Das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn viele noch traumatisiert und demotiviert sind, die meisten haben es geschafft, wieder das Leben in die eigene Hand zu nehmen. Aus den Trümmern auf dem Fundament des ehemaligen Hauses bauten diese Frauen eine Hütte, mehr schlecht als recht, aber wenigstens ein Anfang. Als wir sie besuchen, zeigen sie stolz, was sie noch gerettet haben: ein Hochzeitsfoto. Erinnerungen an eine glückliche Zeit.

 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Fleiß und Ausdauer

Fehlende Maschinen machen die Menschen durch Geduld und Tatkraft wett. Die extrem zerstörte Bahnstrecke, das unverzichtbare Rückgrat der regionalen Infrastruktur an der Südwestküste (Colombo bis Galle/Matara), wird Abschnitt für Abschnitt wieder hergerichtet. In purer Handarbeit und mit einfachsten Werkzeugen. Doch mit Sorgfalt und Bedacht. Wann allerdings die Züge wieder rollen können ist unabsehbar, denn auch Lokomotiven und Wagen wurden in erheblichem Umfang zerstört und müssen neu beschafft werden.

 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Allein gelassen

Nicht immer und überall konnten die Trümmer beseitigt, die Aufbauarbeiten begonnen werden. An manchen Stellen ist der Verlust an Menschenleben so groß - und nebenbei die Armut auch - dass sich Hilfe noch nicht organisieren ließ. Menschen mit körperlichen Behinderungen, wie diese beinamputierte, auf den Rollstuhl angewiesene Frau, sind nun doppelt betroffen. Sie können sich ohnehin kaum unmittelbar an den Arbeiten beteiligen und sind erneut von der "Gnade" anderer abhängig, ihnen Hilfe zuteil werden zu lassen. Eine Situation, die dazu führen kann, das Selbstvertrauen dauerhaft zu demoralisieren.

 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Und überall brütende Hitze

Zelte und Planen sind nur ein begrenzt nützlicher Ersatz für luftige, aber regenfeste Häuser. Denn die hohe Luftfeuchtigkeit in der drückend heißen Luft macht den Aufenthalt unter solche windundurchlässigen Planen oder Zelten unmöglich. Nur die noch stehen gebliebenen Häuser können trotz Schäden für eine gewisse Weile notdürftiger Ersatz und Unterschlupf sein. Einige von ihnen sind sogar reparaturfähig und können in den nächsten Wochen wieder bewohnbar gemacht werden. Problematisch bleibt, wo der Schutt endlagern soll.

 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Tote und Verletzte

hat es auch in diesem "Minden-Village" in Wadduwa gegeben. Wenn man sieht, mit welcher Wucht das schwere Boot an Land geschleudert wurde, verständlich. Doch der Zufall rettete dutzenden von Personen das Leben: sie befanden sich in einer etwas höher gelegenen Kirche zu Gottesdienst. Als sie das Desaster hörten, in sicherer Entfernung sahen und zurückkehrten, standen sie vor den Trümmern ihrer Existenz und hatten nichts mehr als die Kleider auf dem Leib.

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Aus der Traum

Ein einfaches, selbstgebrautes Fischerboot, Lebensgrundlage für ein ganze Familie, ist von der Welle in die Häuser geschleudert worden. Boot und Haus sind unbrauchbar geworden, der Hausrat zerstört, die Familie steht vor dem Nichts. Sie muss erneut von vorne beginnen.

 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) Aufbauteam

v.l.n.r:
Bimal Perera von der Ceylon Direct Help Organisation Sri Lanka;
Marita Messmer-Beier, stv. Vorsitzende und Koordinatorin der Ceylon-Direkthilfe e.V., Leichlingen;
Christa Ostmeier, Friedhelm Ostmeier,
Ehepaar aus Minden, die in privater Initiative Geld für 12 Häuser in Minden sammelte und durch die CDH in Wadduwa errichteten.
Sie analysieren die Schäden und geben den Neubau etlicher dutzend Häuser in Auftrag, da sie in der Stadt Minden ein enormes Spendenaufkommen initiieren konnten.

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