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Zerstörtes Glück: So sahen die bescheidenen Häuser aus, die von der CDH
errichtet und nun zum Teil ins Meer gespült wurden. Teile der Spenden
werden dazu benutzt, sie in größerer Anzahl wieder aufzubauen. Die Zahl
der Obdachlosen geht nach derzeitigen Schätzungen an die Millionengrenze! Viele Länder sind von der Tsunami-Katastrophe Weihnachten 2004 betroffen. Man könnte, man müsste, man sollte überall helfen. Doch das «Prinzip Gießkanne» ist nur scheinbar Gerechtigkeit. In der Praxis erreicht es meist das Gegenteil dessen, was beabsichtigt ist: Es nützen keine Viertel Brunnen, keine halben Häuser, kein bißchen Krankenhaus, kein halbes Schuljahr, keine Patenschaft für ein paar Wochen oder nur eine angefangene, nicht konsequent weitergeführte Physiotherapie. Wenn das, was Spender zu Recht erwarten, nämlich konkrete nachhaltige Hilfe Realität werden soll, dann müssen Projekte nun einmal mit einer gewissen finanziellen Massivität, vor allem aber komplett und konsequent geplant, durchgeführt, weitergeführt werden. Sonst waren Spenden, Mühe und alle Humanität umsonst; bewirken dann sogar das Gegenteil, sie verschlechtern die Lage der Betroffenen. Die Konzentration auf bestimmte Gebiete, geographisch wie sachlich, wie sie nun Solingen praktiziert, ist und bleibt die wirksamste Form der Hilfe.
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Dank gilt vielen. Dem Verleger Bernhard Boll, der sich deutlich zu den Sri-Lanka-Helfern mit "Solingen-Bezug" bekannte und die Initiative "Solingen hilft Sri Lanka" auf den Weg brachte. Dank gilt den Redakteuren und Mitarbeitern des Tageblatts, die mit Engagement die Aktion vorbereitet, durchgeführt, langfristig weiterführen wollen. Dank gilt allen Spendern, die trotz allgemein knapper Kassen deutliche Zeichen gesetzt haben. Es sind Institutionen wie Firmen, Privat- und Geschäftsleute, Vereine und Verbände. Besonders die klaren Worte von Oberbürgermeister Franz Haug, gezielt und konzentriert in die Projekte des Aufbaus einzutreten und diese zu unterstützen, macht klar, dass die Hilfe mehr ist als eine formale Pflichtübung. Sie geschieht aus tiefer Überzeugung und mit Intensität.
«Jetzt ist nicht die Zeit der
Worte. |
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Mein Haus. Dein Haus. Unser Haus. « Der Hausbau auf Sri Lanka, den die Ceylon-Direkthilfe organisiert, ist kein Neubauvorhaben à la Bauträger, wie man es hierzulande kennt. Die künftigen Bewohner bauen, so sie es körperlich können, die Häuser teilweise oder komplett selbst (unter Anleitung). Sie arbeiten auch in Kooperativen, also Nachbarschaftshilfe. Und es sind nicht nur "Eigenheime" (sehr bescheidener Art), es werden auch Gemeinschaftshäuser und -Anlagen errichtet. Vom geschützten Brunnen über kleine Versammlungsräume für das soziale Leben bis zu Tempelchen, die den Bewohnern wieder einen Platz zum Beten und zur Besinnung bieten. Dieser positive "Dorf"-Gedanke hilft, sich neu einzuleben und eine Gemeinschaft aufzubauen, in der gegenseitige Hilfe und Solidarität zur Selbstverständlichkeit und zum Lebensstil wird. » Aus der Pragmatik und Programmatik der Ceylon-Direkthilfe. |
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«An
diesem Abend sind hier Menschen zusammengekommen, die sich zu der Verantwortung
bekennen, die wir alle tragen.» |
Über 800 Euro spendeten die Besucher der Informationsveranstaltung im CinemaxX . Die Geschäftsführung des Solinger Multiplexkinos stellte den Saal kostenlos sowie die Netto-Tageseinnahmen als Spende zur Verfügung. Die Stadt Solingen gibt 30.000 Euro, damit gezielt Häuser im Dorf Wadduwa wiederhergestellt bzw. neu gebaut werden können. Die Stadtwerke Solingen unterstützen den Bau von Trinkwasserbrunnen mit 20.000 Euro. Die Firma Rob. Hammerstein, SG-Ohligs, unterstützt die CDH mit 25.000 Euro, die gleiche Summe gibt sie auch für das "Friedensdorf Oberhausen". Die Creditreform spendet 15.000 Euro, die Firma Föste und das Solinger Tageblatt jeweils 10.000 Euro. Die Sparkasse Solingen übernimmt etliche Patenschaften auf eine Reihe von Jahren und stellt über Banken in Asien Aufbaukredite zur Verfügung. Es werden weitere Aktionen und Benefizveranstaltungen folgen, so unter anderem vom Solinger Stadtsportbund und der Polizeidirektion Wuppertal (Gershwin- und Gospel-Abend mit dem Landes-Polizeiorchester). Wir berichten, wenn diese Veranstaltungen stattgefunden haben.
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Es war die Kombination der Bilder und Worte, die Authenzität der Vortragenden und die ehrliche, vielfach geäußerte Hilfsbereitschaft, die von vielen in bescheidener Art vorgetragen wurde, die das Publikum über rund zweieinhalb Stunden im Bann hielten. Häufig war der Satz zu hören: "So hätten wir uns das nicht vorgestellt". So massiv schlimm, so umfänglich zerstört, so substanziell katastrophal. Allen wurde klar: Mit dem Ende der reinen Aufräumarbeiten der Trümmer kann das Desaster nicht vergessen sein. Es wird noch lange Zeit brauchen, um die Wunden zu heilen, wenn es denn je so gelingt, wie es sich die meisten wünschen. |
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Liveschaltung nach Sri Lanka: Ursula Beier berichtet von ihren ersten
Eindrücken und schildert vor allem die hygienischen Notstände sowie die
konkrete momentane Lebenssituation in den Flüchtlingscamps. Für die Zuhörer
vielleicht ergreifender als mancher bildüberladene Fernsehbericht. |
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Wir, die CDH, fühlen uns verpflichtet, diese Gelder äußerst gewissenhaft einzusetzen und für die sachgerechte Verwendung die Verantwortung zu übernehmen. Auf unserer Homepage werden wir auch weiterhin die jeweiligen Jahresrechnungen veröffentlichen und damit offen legen, wie wenig Geld für die Verwaltung "verloren geht". Wir danken allen für das Vertrauen, dass Sie in die Arbeit der Ceylon-Direkthilfe setzen.
Die drei von den Spenden der Aktion "Solingen hilft Sri Lanka" bedachten Organisationen wurden unter anderem deshalb ausgewählt, weil sie allesamt seit Jahren aktiv sind und ihre Arbeitsweise bekannt bzw. gut dokumentiert ist. Mehrfach wurde betont, dass dies der beste Schutz gegen den von vielen Menschen befürchteten Missbrauch von Spendengeldern ist. Organisationen, die bereits seit Jahrzehnten Seriosität und Solidität unter Beweis gestellt haben, können den Spendern die überzeugende Garantie geben, dass die Gelder ausschließlich sach- und fachgerecht eingesetzt werden und nicht in "dunkle Kanälen" fließen. Das, was Organisationen über ihre Arbeit beleg- und beweisbar berichten können, Reportagen und Augenzeugenberichte, die dies beweisen und bestätigen, sind mehr wert als Spendensiegel, die in keinem Falle Auskunft darüber geben, ob das Geld effektiv angelegt wird. Diese Problematik wird in den Medien zum Teil grob verfälscht dargestellt.
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![]() Die Schilderungen und Bilder machten sichtlich betroffen.
Beifall für Spenden und vor allem die vorgestellten Konzepte der drei anwesenden Organisationen.
Die Summe der Spenden ließ manche Miene aufhellen: Es ging nicht um die Effekthascherei, sondern um die Tatsache, dass in diesem Fall der sonst gescholtene Satz "viel hilft viel" wahr ist. Und deshalb darf man sagen, auch wenn es provokativ klingt: Hilfe gibt es nie genug. Aber es gab in den letzten Tagen so viel, dass sie Mut macht und alle Resignation inzwischen verflogen ist. Wie der Oberbürgermeister richtig sagte, die Zeit der Taten ist gekommen.
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Das Besondere an der
Solinger Initiative ist, dass sich |
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Wir danken Christian Beier für die Bilder |
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