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So helfen wir direkt "vor Ort"

 

 


 

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10x10-gelb.jpg (652 Byte) 20. Januar 2006
 

 

 

 

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Fahrt nach Süden zu den Tsunami- Wiederaufbaumaßnahmen der CDH. Für die im Rahmen der Familienförderung unterstützten Familien haben wir Geldbeträge zwischen RS 6000 - und 24000 zur Auszahlung vorbereitet. Das Geld soll der Anschaffung von Möbeln oder anderen Haushaltsgegenstände dienen. Wir treffen 6 Familien, zum Teil in ihren neuen Häusern. Diese Gruppe hat nicht nur Häuser bekommen sondern auch das Grundstück.

 

 

 

 

 

10x10-gelb.jpg (652 Byte) 21. Januar

 

 

 

Wir fahren nach Polhena zu den Projekten von Familie Meyer aus Remscheid.
Diese Maßnahmen werden aus Mitteln der Familie Meyer und der Aktion "Remscheid hilft" gefördert und über die CDH abgerechnet. Auch hier ist Bimal Perera von der DHO unser zuverlässiger Mann vor Ort. Mit Ausnahme eines Falles läuft die Abwicklung problemlos. Doch bei diesem einen Fall mussten wir einschreiten und den Begünstigten vor die Alternative stellen, entweder nimmt er das, was die Spender vorgesehen haben oder er lässt es ganz. Diese Alternative bewegte er zum Einlenken. Ein Teil seiner Sonderwünsche wird der Bauunternehmer erfüllen, und wenn das Geld nicht ausreicht wird der Geförderte die Mittel von seiner Seite beisteuern.

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Auf der Rückfahrt machen wir Halt in Welligama und besuchen die Fischerfamilien von denen 17 ein Haus mit unserer Förderung erhalten werden. Zum Teil war das Material für die Fundamente schon angeliefert, und zu der astrologisch errechneten Zeit am 26. Januar wird die aktive Bauphase beginnen.
In Koggala selbst versuchen wir Indrani zu treffen, für die bislang noch keine befriedigende Lösung gefunden werden konnte. Sie hat einen kriminellen Sohn, der mit allen Mitteln versucht zu verhindern, dass seine Mutter für sich und die Familie seiner Schwester ein Haus bekommt. Wir haben geplant, das zu erwerbende Grundstück mit aufstehendem Haus im Namen der DHO zu kaufen, um es eventuell nach einer gewissen Zeit, wenn emotionale Ruhe eingekehrt ist, auf Indrani zu überschreiben.

 

10x10-gelb.jpg (652 Byte) 22. Januar

 

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Nachdem Indrani mit dem Verkäufer des Anwesens den niedrigst möglichen Preis ausgehandelt hat, gelingt es Bimal, diesen noch einmal um RS 100.000 zu senken, auf RS 1,1 Mio. Das Grundstück hat eine günstige Größe und ist so geschnitten, dass die DHO es teilen kann, um einen zweiten Bauplatz zu gewinnen.
 

 

 

Gegen 11.00 h treten wir unsere Rückreise nach Sunflower ein, und machen Halt in Kalutara bei Asoka. (Doppeloberschenkelamputierte Losverkäuferin) Sie ist unser großer Problemfall. Sie gibt uns als erstes zu verstehen, dass sie wieder RS 100.000 Schulden hat, die sie nicht abzutragen weiß. Wir hören uns ihre Sorgen an und werden versuchen, ihr Vorschläge zur Lösung zu machen.

Um 17.00 h sind wir zurück in Sunflower Village, und machen mit Bimal einen Rundgang, auf der Suche nach einem Büroraum für ihn, denn wir haben vor, ihn zum Vorsitzenden für Sunflower Village wählen zu lassen. In dieser Funktion will er 3 Tage in der Woche in SV verbringen, um sich aktiv in das Geschehen einzubringen.

 

Der Schmuck bezeugt, wie stolz und froh die Familien sind, endlich wieder ein Zuhause zu haben. Überall auf unserer Reise machen wir die erstaunliche Entdeckung, dass die neu erbauten Häuser viel liebevoller gepflegter sind als vor dem Tsunami. Wir meinen vermuten zu dürfen, dass den Menschen bewusst geworden ist, dass ein Haus mehr ist als etwas ganz Normales ...

   


 

10x10-gelb.jpg (652 Byte) 1. Februar

 

 

 

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Übergabe von 6 Häusern in Kahawa/Telwatte, südlich von Ambalangoda.
Auf Wunsch des Priesters hatten die Bewohner dieser Häuser einen kleinen Festakt vorbereitet. Dem Priester lag viel daran, zum Ausdruck zu bringen, wie gut die Zusammenarbeit mit der DHO und Bimal Perera ist und wie sehr sie die Qualität der Häuser schätzen.
Die Bewohner empfingen uns mit Trommeln und dem traditionellen Überhängen von Blütenkränzen. Eine kleine Delegation führte uns zu einem liebevoll hergerichteten Festplatz, geschmückt mit Fahnen und Luftballons. Vier in weiß gekleidete Mädchen singen ihre traditionellen Lieder und übergeben uns "Beetle leaves". Der Priester und auch der Dorfälteste lobten in ihren Reden die Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit der CDH. Wir auf unserer Seite bedanken uns für den freundlichen und liebevollen Empfang. Marita sagt ein paar Worte und wünscht den Bewohnern der Häuser Glück, Gottes Segen und Wohlbefinden für die Zukunft. Auch hier sind wir wieder einmal überwältigt von der "Art" der Menschen, sich zu bedanken. Ihre Augen, Gesten, Ihr Strahlen drücken bei weitem mehr aus als viele Worte sagen könnten.
Nacheinender durchschneiden wir an allen Häuser das vor die Haustüre gespannte Band und öffnen mit dem Hausschlüssel die Türe. In jedem Haus zünden wir zunächst die Öllampe an und laben uns an den traditionelle Köstlichkeiten, die auf einem Tisch als symbolischer Dank an uns angerichtet sind.
Mit der Übergabe dieser 6 Häuser hat sich die Gesamtzahl auf 30 gerundet.
Rückfahrt mit Bimal ins Sunflower Village.
 

 

Zeremonien wie diese gehören zum  ceylonesischen Alltag und zur Lebenskultur. Sie zu ignorieren oder nicht daran teilzunehmen käme einer nicht wieder gut zu machenden Beleidigung, einer Herabwürdigung schlimmster Art gleich. Manchmal, vor allem früher, machte es uns in unserer europäischen Art direkt verlegen, dermaßen "wichtig" sein zu sollen. Doch wir haben begriffen, dass es die Art ist, wie diese Menschen Ihren Dank erweisen. Den zurückzuweisen käme uns nie in den Sinn. Ganz im Gegenteil, wir können unsere bewegten Emotionen in solchen Fällen kaum überspielen - und wollen es auch nicht.

 

   


 

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